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Wir machen Fortschritt erfahrbar

RAIL.ONE ist seit mehr als 100 Jahren eng mit dem Bahnmarkt verbunden. In dieser Ära, die wie kaum eine zweite von rasanten technischen und gesellschaft-lichen Veränderungen geprägt war, galt für uns stets ein eherner Grundsatz: Wir garantieren höchste Qualitätsstandards und kundenorientierte Innovationen.

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  • RAIL.ONE plant neue Struktur

    Durch unternehmerische Anpassungsfähigkeit erfolgreich bleiben

    RAIL.ONE plant neue Struktur

    Durch unternehmerische Anpassungsfähigkeit erfolgreich bleiben

    Neumarkt, 01. Juni 2015 Die RAIL.ONE Gruppe beabsichtigt sich eine neue Struktur zu geben. Wesentlicher Kern dieser geplanten Anpassung ist die Aufteilung der bisherigen RAIL.ONE GmbH in zwei Gesellschaften: eine für den bedeutungsvollen Markt Deutschland, eine für die konsequente Weiterentwicklung der internationalen Geschäftsaktivitäten.  

     

    Die sich stetig weiter entwickelnden inländischen und internationalen Märkte im Bereich der Eisenbahninfrastruktur stellen an die Industrie immer neue Herausforderungen. „Unternehmerische Anpassungsfähigkeit ist ein wesentlicher Faktor, um in unserem dynamischen Wettbewerbsumfeld erfolgreich sein zu können“, sagt Jochen Riepl, Geschäftsführer von RAIL.ONE.

    Durch die geplante Schaffung einer eigenen Gesellschaft für den bedeutenden Markt Deutschland bekennt sich die Gruppe langfristig klar zu ihrer regionalen und technologischen Heimat. „Fokussiertere Strukturen im Kernmarkt Deutschland werden uns helfen, Kundenbedürfnisse noch besser in qualitativ hochwertige Lösungen umzusetzen; mit neuen Schwerpunkten auf Innovation und Entwicklung werden wir Antworten für die Herausforderungen der Zukunft finden“. Davon ist Verena Moosburger überzeugt; bereits heute ist sie Leiterin des Geschäftsbereichs Deutschland und designierte Geschäftsführerin der für den deutschen Markt verantwortlichen Gesellschaft. „RAIL.ONE wird auch international wachsen. Damit öffnen wir nicht nur für uns, sondern auch unseren Geschäftspartnern und Lieferanten neue Märkte mit großen Potenzialen. Die neue Aufstellung wird dabei die Steuerung der internationalen Entwicklung deutlich verbessern“, sagt Torsten Bode, Chief Sales and Marketing Officer bei  RAIL.ONE. Zusätzlich stärkt die Neuaufstellung das internationale Ansehen der gesamten Gruppe und damit nachhaltig auch deren Wettbewerbsfähigkeit.


    Über die RAIL.ONE GmbH

    Die RAIL.ONE GmbH versteht sich als ganzheitlich orientierter System-und Engineering-Provider für den gesamten Fahrwegbereich mit seinen vielfältigen Anforderungen. Im Hochgeschwindigkeitsbereich nimmt  das Unternehmen mit seiner patentierten Festen Fahrbahn-Technologie vom Typ RHEDA 2000® eine weltweit führende Position ein. Darüber hinaus bietet RAIL.ONE die Produktion von Gleis-und Weichenschwellen aus Beton an.

    Mit über 800 Mitarbeitern und Standorten in Deutschland, Rumänien, Saudi-Arabien, Spanien, Südkorea, Türkei, Ungarn und den USA verfügt RAIL.ONE über Produktionskapazitäten für insgesamt 4,6 Millionen Gleisschwellen und rund 580.000 laufende Meter Weichenschwellen. Das Unternehmen erzielt einen durchschnittlichen Jahresumsatz von ca. 130 Millionen €.
     

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  • 01.06.2015

    RAIL.ONE Werk in Hail bis Ende 2016 mit Aufträgen versorgt

    Weitere Aufträge innerhalb CTW400 sowie Neuauftrag zu CTW 320

    RAIL.ONE Werk in Hail bis Ende 2016 mit Aufträgen versorgt

    Weitere Aufträge innerhalb CTW400 sowie Neuauftrag zu CTW 320

    Das North-South-Line Projekt ist derzeit das größte Eisenbahnbauprojekt weltweit. Es sieht die Konstruktion einer insgesamt 2.400 Kilometer langen Güter- und Personenverkehrsstrecke vor. Sie beginnt in Saudi Arabiens Hauptstadt Riyadh und reicht bis nach Al-Haditha an der Grenze zu Jordanien.

    Nach der Vertragsunterzeichnung des CTW 110 im April, das knapp 195.000 Schwellen umfasst, erhielt RAIL.ONE nun 3 weitere Aufträge in Saudi-Arabien.

    Den Auftrag für weitere 55.000 Schwellen zur Erweiterung der bestehenden Strecke CTW 400 erhielt RAIL.ONE von der Al-Ayuni Investment and Contracting Company, die von SAR für den Bau beauftragt ist.

    Ebenfalls für die CTW 400 wird RAIL.ONE in Kooperation mit Brown Eagle die Weichenschwellen der gesamten Strecke, ca. 12.000 laufende Meter, produzieren.

    Zudem wird CTW 320, das sogenannte „Waad Al Shamaal Railway Project“, von RAIL.ONE mit 320.000 Schwellen beliefert werden.

    Die Produktion aller Schwellen wird vom RAIL.ONE Werk in Hail abgewickelt, dessen Produktivität somit bis Ende des Jahres 2016 sichergestellt ist.


    Über die RAIL.ONE GmbH

    Die RAIL.ONE GmbH versteht sich als ganzheitlich orientierter System-und Engineering-Provider für den gesamten Fahrwegbereich mit seinen vielfältigen Anforderungen. Im Hochgeschwindigkeitsbereich nimmt  das Unternehmen mit seiner patentierten Festen Fahrbahn-Technologie vom Typ RHEDA 2000® eine weltweit führende Position ein. Darüber hinaus bietet RAIL.ONE die Produktion von Gleis-und Weichenschwellen aus Beton an.

    Mit über 800 Mitarbeitern und Standorten in Deutschland, Rumänien, Saudi-Arabien, Spanien, Südkorea, Türkei, Ungarn und den USA verfügt RAIL.ONE über Produktionskapazitäten für insgesamt 4,6 Millionen Gleisschwellen und rund 580.000 laufende Meter Weichenschwellen. Das Unternehmen erzielt einen durchschnittlichen Jahresumsatz von ca. 130 Millionen €.
     

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  • 21.04.2015

    RAIL.ONE erhält weiteren Zuschlag im North-South-Line Projekt in Saudi-Arabien

    Vertrag zu CTW 110 unterzeichnet

    RAIL.ONE erhält weiteren Zuschlag im North-South-Line Projekt in Saudi-Arabien

    Vertrag zu CTW 110 unterzeichnet

    Ein Kernvorhaben der Regierung in Saudi Arabien ist das North-South-Line Projekt, das den Bau einer 2.400 Kilometer langen Verbindung zwischen Riyadh und Al-Haditha vorsieht. Nun erhielt RAIL.ONE einen weiteren Auftrag im Umfang von knapp 195.000 Schwellen, die im RAIL.ONE Werk in Hail gefertigt werden.

    Bereits Ende 2007 gelang RAIL.ONE der Einstieg in den arabischen Raum mit dem Zuschlag für die Lose CTW 100 bis 300 des North-South-Line Projektes. Die Herstellung von rund 850.000 Gleisschwellen sowie von über 47.000 laufenden Metern Weichenschwellen erfolgte in dem eigens dafür errichteten Werk in Hail, ca. 700 km nördlich von Riad, in Zusammenarbeit mit dem Büro 15 der Chinese Railways Construction Corpoation (CRCC).


    Über die RAIL.ONE GmbH

    Die RAIL.ONE GmbH versteht sich als ganzheitlich orientierter System-und Engineering-Provider für den gesamten Fahrwegbereich mit seinen vielfältigen Anforderungen. Im Hochgeschwindigkeitsbereich nimmt  das Unternehmen mit seiner patentierten Festen Fahrbahn-Technologie vom Typ RHEDA 2000® eine weltweit führende Position ein. Darüber hinaus bietet RAIL.ONE die Produktion von Gleis-und Weichenschwellen aus Beton an.

    Mit über 800 Mitarbeitern und Standorten in Deutschland, Rumänien, Saudi-Arabien, Spanien, Südkorea, Türkei, Ungarn und den USA verfügt RAIL.ONE über Produktionskapazitäten für insgesamt 4,6 Millionen Gleisschwellen und rund 580.000 laufende Meter Weichenschwellen. Das Unternehmen erzielt einen durchschnittlichen Jahresumsatz von ca. 130 Millionen €.
     

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  • 15.04.2015

    Südkorea: Hochgeschwindig-keitsstrecke eröffnet

     Eröffnung der 182,3 km langen Strecke mit einer feierlichen Zeremonie

    Südkorea: Hochgeschwindig-keitsstrecke eröffnet

     Eröffnung der 182,3 km langen Strecke mit einer feierlichen Zeremonie

    Neumarkt, 15. April 2015 – Die RAIL.ONE GmbH lieferte 536.900 Betonschwellen an SAMPYO Engineering & Construction, Kuedo Kongyung und HwaSung - Kuedo. Die Zweiblockschwellen des Festen Fahrbahn-Systems RHEDA 2000® wurden auf der 182,3 km langen Honam-Linie verbaut. Diese zweigt bei Osong von der bereits bestehenden Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Seoul und Busan ab und führt via Gwangju zur im Südwesten der Halbinsel gelegenen Hafenstadt Mokpo. Die Produktion der Schwellen erfolgte in den Werken in Icheon und Cheonan, die von RAIL.ONE gemeinsam mit ihrem Joint Venture Partner Taemyung Industrial Co. Ltd. betrieben werden.
    Am 1. April 2015 wurde nun die 182,3 km lange Strecke im Südwesten des Landes in einer feierlichen Zeremonie eröffnet. Die Reisezeit zwischen Seoul und Gwangju verkürzt sich damit von 160 Minuten auf 90 Minuten. Mit diesem enormen Projekterfolg bestätigt die RAIL.ONE GmbH abermals ihre führende Position in der Festen Fahrbahn-Technologie. Bereits beim zweiten Abschnitt der Hochgeschwindigkeitsverbindung von Seoul nach Busan – genannt Kyungbu-Linie (2007) – wurden auf einer Länge von 136 Kilometer über 390.000 Zweiblockschwellen des Systems RHEDA 2000® eingebaut. Insgesamt wurde das RHEDA 2000® System sowie die Bauarten der RHEDA-Technik bislang in über zehn Ländern in mehr als 3.500 km Gleis sowie bei mehr als 150 Weichen und Schienenauszügen ausgeführt.

     

    Lesen Sie auch auf

     http://www.railway-technology.com/contractors/engineering/pfleiderer2/presshonam-highspeed-railway.html


    Über die RAIL.ONE GmbH

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    Mit über 800 Mitarbeitern und Standorten in Deutschland, Rumänien, Saudi-Arabien, Spanien, Südkorea, Türkei, Ungarn und den USA verfügt RAIL.ONE über Produktionskapazitäten für insgesamt 4,6 Millionen Gleisschwellen und rund 580.000 laufende Meter Weichenschwellen. Das Unternehmen erzielt einen durchschnittlichen Jahresumsatz von ca. 130 Millionen €.
     

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  • 20.03.2015

    RAIL.ONE spendet 1.000€ an das Familienzentrum Neumarkt

    Tombola-Erlös unterstützt den Umbau des Familienzentrums

    RAIL.ONE spendet 1.000€ an das Familienzentrum Neumarkt

    Tombola-Erlös unterstützt den Umbau des Familienzentrums

    Neumarkt, 20. März 2015 – Jochen Riepl, Geschäftsführer der RAIL.ONE GmbH, überreichte heute dem Vorstandsvorsitzenden Dr. Thomas Wanninger und der Geschäftsführerin des Familienzentrums Neumarkt, Kirsten Wiencke, einen Scheck in Höhe von 1.000 Euro.


    Das Geld stammt aus einer Tombola-Aktion, bei der Mitarbeiter Lose kaufen konnten. Die so zusammen-gekommenen 369 Euro rundete RAIL.ONE auf 1.000 Euro auf. Dieser Betrag kommt dem Familienzentrum in Neumarkt zugute. Damit wird der Umbau des Zentrums, der im Juli 2015 losgehen soll, gefördert. Das 2001 gegründete Familienzentrum befindet sich heute auf dem Gelände des Klosters St. Josef. Hier können Musikgarten-Kurse, Vorträge zu den Themen Erziehung und Gesundheit, aber auch z. B. ein kreativer Schmuckworkshop besucht werden. "Es ist uns ein Anliegen, soziale Einrichtungen bei ihrer wichtigen Arbeit zu unterstützen. In diesem Jahr haben wir uns für das Familienzentrum in Neumarkt entschieden. Ich freue mich, dass wir mit unserer Spende einen Beitrag leisten, der werdenden und jungen Familien direkt zukommt", sagte Jochen Riepl, Geschäftsführer der RAIL.ONE GmbH.

     

    Foto v.l.n.r.: Dr. Thomas Wanninger (Vorstandsvorsitzender), Reny Forster (stellv. Vorstandsvorsitzende) Kirsten Wiencke (Geschäftsführerin), Jochen Riepl (Geschäftsführer der RAIL.ONE GmbH)


    Über die RAIL.ONE GmbH

    Die RAIL.ONE GmbH versteht sich als ganzheitlich orientierter System-und Engineering-Provider für den gesamten Fahrwegbereich mit seinen vielfältigen Anforderungen. Im Hochgeschwindigkeitsbereich nimmt  das Unternehmen mit seiner patentierten Festen Fahrbahn-Technologie vom Typ RHEDA 2000® eine weltweit führende Position ein. Darüber hinaus bietet RAIL.ONE die Produktion von Gleis-und Weichenschwellen aus Beton an.

    Mit über 800 Mitarbeitern und Standorten in Deutschland, Rumänien, Saudi-Arabien, Spanien, Südkorea, Türkei, Ungarn und den USA verfügt RAIL.ONE über Produktionskapazitäten für insgesamt 4,6 Millionen Gleisschwellen und rund 580.000 laufende Meter Weichenschwellen. Das Unternehmen erzielt einen durchschnittlichen Jahresumsatz von ca. 130 Millionen €.
     

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  • 24.02.2015

    DIE WELT: Sonderthema Export

    Jochen Riepl im Gespräch mit Jens Kohrs über RAIL.ONE als weltweiten Exporteur für Fahrwegsysteme für den Schienenverkehr 

    DIE WELT: Sonderthema Export

    Jochen Riepl im Gespräch mit Jens Kohrs über RAIL.ONE als weltweiten Exporteur für Fahrwegsysteme für den Schienenverkehr 

    Mittelstand drohen weltweit mehr Zahlungsausfälle

    Beim Export müssen sich Mittelständler auf gefährliche Ausfälle einstellen. Denn weltweit steigt das Risiko von Insolvenzen – gerade bei einigen der wichtigsten deutschen Handelspartner.

    Von Jens Kohrs

    Die Weltkarte, die Thomas Krings vor sich hat, zeigt große blaue Flächen. Blau ist nicht gut. Blau eingefärbt sind Länder, für die der Kreditversicherer Euler Hermes in diesem Jahr einen deutlichen Anstieg der Insolvenzen erwartet. Dass wichtige deutsche Handelspartner dazu zählen, macht Risikovorstand Krings zunehmend Sorgen.

    Für China und Hongkong etwa wird ein Plus von jeweils fünf Prozent erwartet. Für Brasilien sind es neun und für Russland mittlerweile sogar 30 Prozent. "Weltweit steigt für deutsche Exporteure damit das Risiko von Zahlungsverzögerungen und -ausfällen", sagt Krings.

    Schon jetzt versuchten Abnehmer im Ausland verstärkt, die Zahlungsziele bei ihren deutschen Lieferanten zu verlängern. "Aber wer länger auf sein Geld wartet, muss die eigenen Kosten auch länger finanzieren", warnt Krings: "Gerade bei mittelständischen Unternehmen kann das schnell an die Substanz gehen."

    Zudem ist es mitunter extrem schwierig, offene Forderungen einzuziehen. Das gelte insbesondere für Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate (V.A.E.), Russland und China. Diese Länder sind die Schlusslichter einer Inkasso-Studie, für die Euler Hermes nicht nur die Zahlungsmoral in weltweit 44 Ländern betrachtet hat. Die Analysten berücksichtigten auch, wie effizient die Gerichte arbeiten, ob Korruption eine Rolle spielt und welche Erfolgsaussichten Insolvenzverfahren haben.

    China ist der fünftwichtigste Handelspartner
    Die Ergebnisse treffen die deutschen Unternehmen direkt nach einer neuen Rekordmeldung. Nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes haben sie im vergangenen Jahr Waren im Wert von 1,13 Billionen Euro ausgeführt, 3,7 Prozent mehr als 2013.

    Dabei gingen Güter für 476,2 Milliarden Euro in Länder außerhalb der Europäischen Union. China war mit Ausfuhren im Wert von rund 67 Milliarden Euro zuletzt Deutschlands fünftwichtigster Handelspartner. Russland lag mit rund 35,8 Milliarden Euro auf Platz elf, nach Saudi-Arabien (Platz 24) gingen Exporte im Wert von rund 9,2 Milliarden Euro.

    Zahlungsausfälle können schnell dramatische Folgen haben. Wird beispielsweise eine Lieferung im Wert von 100.000 Euro nicht bezahlt, ist bei einer Gewinnmarge von fünf Prozent ein zusätzlicher Umsatz von zwei Millionen Euro nötig, um den Verlust auszugleichen, rechnet Thomas Krings von Euler Hermes vor. Umso wichtiger werde es deshalb, die Geschäfte abzusichern.

    Fristen werden locker gehandhabt
    "Zahlungsverzögerungen kommen sehr häufig vor", bestätigt Christoph Angerbauer, General Manager der Deutschen Auslandshandelskammer (AHK) in China. Im 25. Stock des China Fortune Tower in Shanghai hat er einen guten Überblick, wie es den deutschen Firmen im Reich der Mitte geht. Für grenzüberschreitende Zahlungen etwa gebe es in der Volksrepublik nationale Kontrollbeschränkungen, die chinesische Partner nicht selten als Ausrede nutzen würden.

    Zudem sei es bei Lieferungen innerhalb des Landes "durchaus Geschäftspraxis, Fristen locker zu handhaben", sagt Angerbauer. Entsprechend großzügig müsse die Cash-Flow-Planung der Deutschen sein, schließlich könne es um Verzögerungen von einigen Wochen bis hin zu Monaten gehen.

    Die meisten Firmen sicherten sich bereits ab, sagt Heiko Schwiderowski vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK): "Bei Geschäften in Schwellen- und Entwicklungsländern verlangen deutsche Exporteure häufig Vorauskasse", erklärt der Außenwirtschaftsexperte. So beschränke sich das Risiko auf den Fall, dass kein alternativer Abnehmer gefunden werde und der Exporteur auf dem Erzeugnis sitzen bleibe.

    Versicherungen gegen das Risiko
    Zudem komme deutschen Unternehmen zugute, dass sie selten "ihre Eier in ein Nest legen", sagt Schwiderowski. Während Betriebe aus anderen Ländern häufig von einem oder wenigen Zielmärkten abhängig seien, würden deutsche Betriebe bei den Absatzregionen zunehmend diversifizieren. "Dabei schließen sie häufig Exportkreditversicherungen ab, um sich vor wirtschaftlichen und politischen Risiken beim Empfänger ihrer Lieferung zu schützen."

    Die Railone-Gruppe, Spezialist für Fahrwegsysteme für den Schienenverkehr, setzt im weltweiten Geschäft hauptsächlich auf Bankbürgschaften und sogenannte Akkreditive (Letter of Credit). Dabei verpflichtet sich die Bank des Importeurs, den Lieferanten einer Ware zu bezahlen, wenn entsprechende Dokumente vorgelegt werden.

    "Bislang haben wir unser Geld immer bekommen", betont Geschäftsführer Jochen Riepl. Mittlerweile macht Railone, das mehr als 700 Mitarbeiter beschäftigt, knapp die Hälfte des Jahresumsatzes von rund 130 Millionen Euro im Ausland.

    Gleisschwellen für Saudi-Arabien
    "Unser besonderer Fokus liegt auf dem Mittleren Osten, wo sechs Staaten jeweils eigene Bahnnetze bauen und planen, diese zu verbinden", sagt Riepl. Seit 2009 ist das Unternehmen aus dem bayerischen Neumarkt mit einer hundertprozentigen Tochter im Königreich Saudi-Arabien vertreten und stellt im Werk in Hail Gleis- und Weichenschwellen sowie Feste-Fahrbahn-Schwellen für den dortigen Markt her.

    Unter anderem werden die Produkte der Bayern bei der neuen Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen den heiligen Städten Mekka und Medina sowie bei einer 15 Kilometer langen Straßenbahnlinie im Emirat Katar verbaut. Im internationalen Geschäft habe es sich bewährt, die Verträge umfangreich aufzusetzen und die Leistungen sowie die Zahlungsbedingungen detailliert zu definieren, erklärt Riepl.

    Dazu rät auch Andreas Hergenröther von der AHK in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad. Zudem sei der persönliche Kontakt zwischen den Geschäftspartnern äußerst wichtig: "Gerade in mittelständischen Betrieben, in denen ein Familienoberhaupt entscheidet, erwartet man, dass auch die deutsche Seite den Chef nach Saudi-Arabien schickt", sagt Hergenröther: "Gespräche auf Augenhöhe können viele Probleme lösen."

    "Naivität ist einer der Kardinalfehler"
    Damit es möglichst gar nicht problematisch wird, hilft Information. Potenzielle Geschäftspartner im Vorfeld durchzuchecken, Wirtschaftsauskünfte einzuholen, die Bonität zu prüfen sowie über Gesetze und Bestimmungen Bescheid zu wissen, empfehle sich weltweit, betont Claudia Bärmann Bernard, die bei der AHK São Paulo in Brasilien die Rechtsabteilung leitet.

    Für Thomas Krings von Euler Hermes ist Naivität denn auch einer der Kardinalfehler beim Erschließen neuer Märkte: "Gerade mittelständische Betriebe sollten sich nicht von großen Zahlen blenden lassen."

    Kommt es trotz guter Vorbereitung zu Schwierigkeiten, ist Schnelligkeit in der Regel Trumpf. "Umso länger gewartet wird, desto größer ist die Gefahr, dass Käufer zahlungsunfähig werden", sagt Krings. Dabei lieferten außergerichtliche Vereinbarungen meist bessere Ergebnisse als der Gang vor das Gericht. Oft seien sie effizienter, schneller und weniger kostspielig.

    Sich wegen möglicher Probleme auf Geschäfte innerhalb der EU zu beschränken, sei jedenfalls kein hundertprozentiger Schutz: "Zwar haben wir in Europa einen großen gemeinsamen Nenner, aber trotzdem gibt es große Unterschiede in der Zahlungsmoral und viele spezielle nationale Regelungen."

     

    Zum Originalartikel:

    http://www.welt.de/sonderthemen/mittelstand/finanzierung/article137742649/Mittelstand-drohen-weltweit-mehr-Zahlungsausfaelle.html

     

     


    Über die RAIL.ONE GmbH

    Die RAIL.ONE GmbH versteht sich als ganzheitlich orientierter System-und Engineering-Provider für den gesamten Fahrwegbereich mit seinen vielfältigen Anforderungen. Im Hochgeschwindigkeitsbereich nimmt  das Unternehmen mit seiner patentierten Festen Fahrbahn-Technologie vom Typ RHEDA 2000® eine weltweit führende Position ein. Darüber hinaus bietet RAIL.ONE die Produktion von Gleis-und Weichenschwellen aus Beton an.

    Mit über 800 Mitarbeitern und Standorten in Deutschland, Rumänien, Saudi-Arabien, Spanien, Südkorea, Türkei, Ungarn und den USA verfügt RAIL.ONE über Produktionskapazitäten für insgesamt 4,6 Millionen Gleisschwellen und rund 580.000 laufende Meter Weichenschwellen. Das Unternehmen erzielt einen durchschnittlichen Jahresumsatz von ca. 130 Millionen €.
     

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