edilon)(sedra und RAIL.ONE veranstalten Technikforum

Potentiale im Projektmanagement für den  Straßenbahnbereich 

Neumarkt, 26. September 2013 – Wie viel Nutzen steckt im ganzheitlichen Projektmanagement für den Straßenbahnbereich? Wie kann bei der Planung und dem Bau von Großprojekten über die verschiedenen Gewerke hinweg mehr Transparenz erzielt werden? Wie können mögliche Risiken rechtzeitig erkannt, minimiert oder vermieden werden? Diese und ähnliche Fragen standen im Mittelpunkt des 3. Technikforums, zu dem die edilon)(sedra GmbH und die RAIL.ONE GmbH am heutigen Donnerstag Kunden, Branchenexperten und Interessenten aus Politik und Wirtschaft nach Neumarkt geladen hatten.

Das Interesse am Technikforum, das in diesem Jahr zum dritten Mal stattfand, war groß. Mehr als 60 Vertreter aus Wissenschaft, Forschung und Industrie folgten der Einladung von edilon)(sedra und RAIL.ONE und trafen sich im historischen Maybach Museum zum intensiven Meinungsaustausch. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen wichtige Zukunftsthemen im öffentlichen Nahverkehr. In Vorträgen und Diskussionen wurden verschiedene Aspekte ganzheitlicher Planung im Straßenbahnbereich – angefangen beim Design über den Bau und den Betrieb bis hin zur Instandhaltung – näher beleuchtet.

Dr. Gerd Grütze, Geschäftsführer der edilon)(sedra GmbH, begrüßte den Erfolg der Veranstaltung als Kommunikationsplattform: „Das Technikforum hat sich etabliert und bietet uns nun schon im dritten Jahr die Möglichkeit, Ideen und Erfahrungen unter Fachleuten darzulegen. Der öffentliche Personennahverkehr ist der Kreislauf der Metropolen, transportiert das Leben durch die Städte. Letztendlich machen wir keine Verkehrswege für Fahrzeuge, sondern für Menschen. Und die Bedürfnisse der Fahrgäste können wir am besten im Blick behalten, wenn wir uns  regelmäßig gegenseitig daran erinnern.“

Eine Sichtweise, die auch Jochen Riepl, Geschäftsführer der RAIL.ONE GmbH, teilt. Er betonte in seiner Ansprache die Wichtigkeit einer effektiven Zusammenarbeit, um den steigenden Ansprüchen an moderne Verkehrsnetze in urbanen Gebieten gerecht zu werden: „Die Bedeutung des öffentlichen Personennahverkehrs wird in Zukunft weiter steigen. Wir wollen unsere Innenstädte von Abgasen befreien und gleichzeitig allen Bewohnern, Beschäftigten sowie Besuchern eine maximale Mobilität garantieren. Um die Zukunftsfähigkeit des ÖPNVs sicherzustellen, bedarf es nachhaltiger und innovativer Lösungen auf Basis optimierter Life Cycle Costs. Dafür müssen wir gemeinsam an einem Strang ziehen, als Entwickler, Hersteller, Auftraggeber und Politik.“

Umfassende Einblicke sowie wichtige neue Erkenntnisse, auch zu kostenrelevanten Aspekten gaben renommierte Referenten aus der Politik und dem Bahnbereich.

In seinem Grußwort vor dem Auditorium unterstrich Ralf Sondermann, Mitarbeiter im Referat für Technische Angelegenheiten des Luftverkehrs, DWD, Fluglärm, Seilbahnen, Straßenbahn- und U-Bahntechnik, Gefahrgutbeförderung im Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie, wie wichtig es für einen effizienten schienengebundenen Nahverkehr sei, eine enge Verbindung zwischen allen Beteiligten herzustellen und sich dabei gegenseitig neue Impulse zu geben.

Prof. Dr.-Ing. Christoph Thiel von der BTU Cottbus zeigte die zunehmende Bedeutung von erhaltungswirtschaftlichen Aspekten bei der Planung und dem Einsatz von Weichen auf: „Mit der Reduzierung von Bau- und Instandhaltungskosten durch eine vorausschauende Wahl von Produkten und Lösungen können die Weichen bei einem Projekt schon vor dem ersten Spatenstich sprichwörtlich auf Erfolg gestellt werden.“

Michael Grätz, Geschäftsführer der SCHMID Ingenieure GmbH, René Kirchbach, Geschäftsführer der Inter Office GmbH, Zoltán Vörös, Geschäftsführer von Route Consult und Lars Jensen, Leiter Center Infrastruktur bei der Bremer Straßenbahn AG, boten in ihren Vorträgen Einblicke in aktuelle Entwicklungen rund um Systemüberwachung, 3D-Simulationen in der Projektplanung, die Entwicklung der Budapester Straßenbahn sowie planerische Anforderungen bei Großprojekten.

Nach den technischen Aspekten des öffentlichen Personennahverkehrs stand beim Abschlussvortrag abermals der Mensch im Mittelpunkt. Wolfram Lemmer von LEMMERconsulting nahm sich der Bedeutung der Mitarbeiter als Erfolgsfaktor an: „Bahnstrecken bringen die Passagiere auf der ganzen Welt zueinander. Menschen miteinander verbinden ist unsere Berufung. Das müssen wir auch in unserer Zusammenarbeit berücksichtigen. Wenn erfolgreiches Projektmanagement die Zuständigen unterschiedlicher Firmen Hand in Hand arbeiten lässt, dann werden auch die anspruchsvollsten Projekte für alle Beteiligten zu Erfolgsgeschichten.“ Das 3. Technikforum war ein weiterer Schritt in genau diese Richtung.

 

Über die edilon)(sedra GmbH
Die edilon)(sedra GmbH entwickelt, produziert und vermarktet innovative schall- und erschütterungsmindernde Oberbausysteme und Gleiskomponenten für den Personennahverkehr und für die Eisenbahn.

Seit dem 1. Februar 2007 gehört die Firma Sedra GmbH zur international tätigen James Walker Rail Systems and Products Holding B.V. und firmiert seit diesem Zeitpunkt unter dem Namen edilon)(sedra GmbH. Mit ihren Tochterunternehmen in München, Zürich und dem Baubetrieb, der edilon)(sedra Bau GmbH, arbeitet die edilon)(sedra-Gruppe mit über 400 Mitarbeitern in nahezu allen Ländern Europas und ist inzwischen verstärkt weltweit tätig, wobei die gesamte Wertschöpfungskette, von der Beratung, Planung, Produktion und Lieferung bis hin zur Dienstleistung der edilon)(sedra-Produkte und -Systeme angeboten wird.


Über die PCM RAIL.ONE Group

Die PCM RAIL.ONE Group fertigt seit über 60 Jahren Betonschwellen und Fahrwegsysteme für den schienengebundenen Fern- und Nahverkehr. Als Technologieführer bietet die Unternehmensgruppe ihr Fachwissen auch im Bereich Engineering und Anlagenbau an. Ihre kundenorientierten Innovationen entsprechen höchsten Qualitätsstandards und werden auf der ganzen Welt verbaut.

Mit mehreren Gesellschaften und elf Produktionsstandorten ist RAIL.ONE in Deutschland, Rumänien, Saudi-Arabien, Spanien, Südkorea, Ungarn, der Türkei, den USA und Indien präsent. Jährlich stehen Kapazitäten für über 5 Millionen Gleisschwellen und 750.000 laufende Meter Weichenschwellen zur Verfügung.