RAIL.ONE forscht an der Verwendung von alternativen Zementen

RAIL.ONE startet in Kooperation mit dem Verein Deutscher Zementhersteller VDZ gGmbH, der Technischen Universität München und der Dyckerhoff GmbH ein mehrjähriges Forschungsvorhaben zur Eignung von CSA-Zementen für die Herstellung von Betonschwellen.

Zielsetzung und Anlass des Vorhabens

Moderne Bahnschwellen werden als Betonfertigteile in einem Herstellprozess mit hoher Taktung produziert. Hierzulande legt der Deutsche Bahn Standard (DBS) 918143 für die Herstellung von Betonschwellen die Verwendung von Zement CEM I 52,5 N fest. Dieser wird unter anderem eingesetzt, um hohe Frühfestigkeiten nach 24 Stunden zu erzielen. Aber: bei der Herstellung von einer Tonne Portlandzement entstehen rund 0,8 Tonnen CO2; diese Emissionen wirken sich auf die Ökobilanz von Bahnschwellen aus.

Die PCM RAIL.ONE AG, strebt in diesem Zusammenhang an, die Ökobilanz ihrer Produkte nachhaltig zu verbessern. Diese Verbesserung muss jedoch mit einer gleichbleibenden Produktionsgeschwindigkeit einhergehen. Folglich müssten Zemente verwendet werden, die ökobilanzielle Vorteile mit einer schnellen Festigkeitsentwicklung und hoher Dauerhaftigkeit verbinden. Hierfür bieten sich Zemente auf Calciumsulfoaluminatbasis (CSA-Zemente) an. In einem von der DBU (Deutsche Bundesstiftung Umwelt) geförderten Forschungsvorhaben soll nun die Verwendung dieses Zements näher betrachtet werden. Dabei sind die PCM RAIL.ONE AG und ihre Partner, der VDZ (Verein Deutscher Zementhersteller) gGmbH, die TUM (Technische Universität München) Centrum Baustoffe und Materialprüfung und die Dyckerhoff GmbH beauftragt, in einem mehrjährigen Forschungsvorhaben die Eignung von CSA-Zementen für die Herstellung von Betonschwellen zu untersuchen und zu bewerten. 

Arbeitsschritte und Methoden

Im Forschungsvorhaben soll untersucht werden, ob die technischen Anforderungen an Bahnschwellenbetone mit CSA-Zementen realisiert und sichergestellt werden.

Dabei werden neben der Prüfung der industriellen Eignung vor allem auch die hohen Anforderungen an die Dauerhaftigkeit der mit diesen Zementen hergestellten Bahnschwellen eingehend untersucht. Abgeschlossen wird das Vorhaben durch gezielte Praxisversuche und den Wirksamkeitsnachweis in Bezug auf die Ökobilanzierung der entwickelten Betone.

Die Teilnahme an diesem Forschungsvorhaben hält RAIL.ONE für wichtig. „Seit mehr als 65 Jahren produzieren wir hochqualitative, sichere und zukunftssicherere Bahnschwellen. Wir sind schon immer fokussiert auf möglichst nachhaltige Produkte mit hoher Lebensdauer. Nun auch auf der Materialeinsatzseite einen verbesserten Beitrag zur Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit des Systems Bahn leisten zu können, ist uns ein großes Anliegen“, so Dr.-Ing. Ludwig Friedl, Chief Technology Officer der PCM RAIL.ONE Group. 


Über die PCM RAIL.ONE Group

Die PCM RAIL.ONE Group fertigt seit über 60 Jahren Betonschwellen und Fahrwegsysteme für den schienengebundenen Fern- und Nahverkehr. Als Technologieführer bietet die Unternehmensgruppe ihr Fachwissen auch im Bereich Engineering und Anlagenbau an. Ihre kundenorientierten Innovationen entsprechen höchsten Qualitätsstandards und werden auf der ganzen Welt verbaut.

Mit mehreren Gesellschaften und elf Produktionsstandorten ist RAIL.ONE in Deutschland, Rumänien, Saudi-Arabien, Spanien, Südkorea, Ungarn, der Türkei, den USA und Indien präsent. Jährlich stehen Kapazitäten für über 5 Millionen Gleisschwellen und 750.000 laufende Meter Weichenschwellen zur Verfügung.